der reise-fotoblog von köln und anderen orten

Monat: Donnerstag, der 18. Aug 2011

Lustige Wassernixen und bescheidene Jungfrauen aus der St.Ursula-Kirche

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Nur ein fauler Gästeführer wird den Touristen in Köln die Legende von der Heiligen Ursula und den elftausend Jungfrauen vorenthalten. Die Kirche dieser Heiligen aber wird von Touristengruppen nicht besucht. Schade eigentlich – da gibt es viel zu sehen.

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Dies ist eine der zwölf größten romanischen Kirchen Kölns. Bereits im 4 Jahrhundert stand an diesem Ort eine Kapelle als Andenken an die heilige Jungfrauen – spätrömische christliche Martyrerinnen. Als man im 12. Jahrundert unter dem Gebäude zahlreiche Gebeine fand, transformierte sich die Legende und aus einigen Martyrerinnen wurden gleich 11000. Es gibt auch eine Erklärung dafür: unter der Kirche befand sich ein riesiger römischer Friedhof, von dem man überhaupt nicht wusste. Weiterlesen

Eintritt mit Schmetterlingsnetz streng verboten!

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Die Insel Mainau am Bodensee ist ein beliebtes Touristenziel, denn die ganze Insel ist ein einziger blühender Blumengarten. Vor meinem ersten Besuch dort habe ich nicht allzu aufmerksam über die Insel gelesen und daher nicht geahnt, dass es dort außer Blumen noch ein Schmetterlingshaus gibt.

 

Für die Schmetterlinge wurden besondere Lebensbedingungen geschaffen: Luftfeuchtigkeit 90%, Temperatur um 30°C. Schmetterlinge aus Afrika, Asien, Südamerika fliegen frei im Pavillion über den Köpfen der Besucher. Weiterlesen

Der Geusenfriedhof in Köln: der Friedhof, der die Zeit überlistete

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Der Geusenfriedhof ist der älteste evangelische Friedhof nicht nur in Köln, sondern auch im gesamtem Rheinland. Er wurde so genannt, weil die meisten Kölner Protestanten sich aus den Niederlanden übersiedelten.

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Im Mittelalter war Köln eine katholische Stadt, den Protestanten gegenüber war man sehr intolerant. Seit 1583 waren ihre Gottesdienste verboten, ferner war es ihnen nicht erlaubt, Tote innerhalb der Stadtmauern zu beerdigen. Das gleiche galt damals für Juden, Arme, Fremde, Selbstmörder und Infektionskranke.

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Eine verborgene Perle: die Muschelkapelle von Brühl

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Es ist kaum vorstellbar, dass in einer schlichten Kapelle im Schloss Falkenlust in Brühl sich so was von einer undenkbaren muscheligen Grotte befindet:

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Touristen laufen daran vorbei, kehren dann zurück, und bleiben lange hier hängen. Hinein darf man nicht, deshalb betrachten wir den Dekor durchs Gitter. Die Kapelle der heiligen Maria Aegyptiaca wurde 1740 in dem damals hochmodischen Stil einer Heremitengrotte errichtet und eingeweiht. Sogar beim Nachdenken über die Gestaltung wird einem schwindlig: Schneckenhäuser, Perlen, Koralle, Muscheln, Kristalle, bunte Steinchen – eine Riesenarbeit!

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1952 sturzte die Kuppel ein und vieles musste restauriert werden. Erst Ende der 70er Jahre waren die Restaurierungsarbeiten zu Ende, nun darf man dieses Wunder wieder bestaunen. 🙂

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Falkenluster Allee, Schloss Falkenlust, 50321 Brühl Google Maps

Zwei von drei Ks, oder ein Tag aus dem Leben einer deutschen Frau

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Die deutsche Frau raucht nicht! – behauptete die Propaganda des Dritten Reichs. Was die deutsche Frau Ende 19. – Anfang 20. Jahrhunderts außerdem nicht tun sollte, welche Gegenstände   sie im Alltag umgaben, wie sie gewöhnlich ihren Tag verbrachte – darüber konnte ich im Kölner Stadtmuseum viel Interessantes erfahren.

Ein Waschtrog, ein Herd  mit trocknender Wäsche, eine Nähmaschine – das sind „der Frau beste Freunde“. Eine Arbeitsstelle außer Haus kommt nicht in Frage, es bleiben drei Ks: Kinder, Küche, Kirche.

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Die Feuerbändiger von Lindenthal

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Die Feuerwehr ist in Köln bereits im frühen Mittelalter entstanden. Zuerst war sie „zwangsfreiwillig“ und wurde aus Vertretern verschiedener Berufe formiert (für zweimal Fehlen bei einem Brand wurde der „freiwillige“ Feuerwehrmann für ein Jahr aus Köln verbannt); ab 1453 wurde sie zur Berufsfeuerwehr. Die Brandmeister waren unentbehrlich: in den schmalen Straßen standen Holzhäuser mit Strohdächern Seite an Seite, deshalb brannten oft ganze Häuserblocks aus. Das war kein reines Retten von Kätzchen!

Im Kölner Stadtteil Lindenthal steht ein interessantes Gebäude: die Feuerwache Nr. 3. Andere Köner Feuerwachen sind eher sachlich und gesichtlos; diese aber, 1913-1920 erbaut,  ist rührend verziert und schaut sehr imposant aus. Auf den Steinreliefs mit Feuerwehrleuten sind folgende Zeilen zu sehen:

Wo wehrhafter Männer Mut
kämpft gegen Feuersglut
ist Leben, Hab und Gut
der Bürger in treuer Hut

In der Feuerwache ist auch ein Feuerwehrmuseum untergebracht. Bei Gelegenheit will ich dort vorbeischauen.

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Gleueler Str. 223-225, 50996 Köln Google Maps

Die Ritter der ausgestreckten Zunge und ein Armbrustschütze ohne Armbrust

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Eine weitere interessante Burg für meine Sammlung – die 850-jährige Burg Breuberg in Hessen. Im Vergleich zu anderen Burgen hatte sie Glück, da sie für ihr Alter relativ gut erhalten ist. Es gab Zeit, wo die Burg auf einmal mehrere Besitzer hatte, und alle hatten aus- und umgebaut, nicht immer ästhetisch. Wenigstens haben sie die Burg nicht zerstören lassen. 🙂

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Der älterste Bau ist der Bergfried, von der sich eine Ansicht auf rote Dächer und rosafarbene Burgwände aus Sandstein bietet. Oben auf der Brüstung haben während des Zweitem Weltkireges in der Burg untergebrachte  russische und ukrainische Zwangsarbeiter ihre Namen eingeritzt. Weiterlesen

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